Trainingsstunde

Möglichkeiten zum Aufbau einer Trainingsstunde im Hobby Horsing

Die folgenden Beschreibungen sind sowohl im Innenbereich, wie z.B. Turnhalle, als auch im Außenbereich, wie z.B. Rasenfläche möglich.

Sie sind weder vollständig, noch verpflichtend zur Übung, noch muss man die Ausführungen genau so machen, sondern dienen als Anregung zur freien Gestaltung des Unterrichts und der Spiele.
Hast Du weitere Ideen, die hier noch gut reinpassen, schreib uns eine e-Mail adminhobby-horsing-germany.de oder WhatsApp 0175-8042546.


Das Aufwärmen der Muskeln und Sehnen ist ein sehr wichtiger Bestandteil für das Hobby Horsing und sollte bei jedem Unterricht und auch bei Turnieren für gut 10 bis 15 Minuten stattfinden, wenn Dressur und/oder Springen der spätere Bestandteil der Übungsstunde, oder des Turniers ist. Ausritte sind hiervon ausgenommen, da diese meist ruhiger ablaufen und die Teilnehmer dauerhaft und gleichmäßig in Bewegung sind.

Aufwärmphasen :

Joggen:

Es kann damit angefangen werden, dass ein paar Runden leicht gejoggt wird. Hier sollte man z.B. um die Dressurfeldgröße 7x14m oder 7x21m oder auch Springfeldgröße 10x20m herumlaufen. Dabei ist zu beachten, dass die Rundenanzahl dem Teilnehmeralter angepasst ist. Je Älter, desto mehr Runden können gejoggt werden. 5 Runden sind für den Anfang schon einmal ausreichend.


Hopsalauf / mit Armbewegungen:

Was das Joggen auflockert, wenn eins bis zwei Runden im Hopsalauf eingebaut werden. Dazu kann man auch noch die Arme in kreisende Bewegung bringen, wie beim Kraulschwimmen vorwärts und rückwärts, dabei den Abstand zu den anderen Teilnehmern vorher vergrößern, um Verletzungen zu vermeiden. Nach dem Laufen / Joggen die Arme und Beine durch schütteln lockern.

Dehnen:

Nun sollten noch ein paar Dehnübungen folgen. Jedoch ist es hier wichtig, dass es sich um das sogenannte „dynamische Dehnen“ handelt. Das heißt, nur kurzes Dehnen und wieder entspannen. Führe kontrollierte, fließende Bewegungen aus, um die Muskeln durch ihren vollen Bewegungsumfang zu bringen, dies lockert die Muskeln und zieht sie in die Länge

Trinken und Pausen:
Es ist wichtig, dass zwischendurch auch immer wieder Trink- und Erholungspausen gemacht werden. Diese sollten aber nicht länger als 2-3 Minuten andauern, damit der Körper noch warm ist, wenn die nächste Übung gemacht wird.

Dehnübungen:
Die folgenden dynamischen Dehnübungen jeweils für 1-2 Minute(n) wiederholen.

  • Beine geschlossen und gerade/gestreckt halten und Oberkörper nach vorn beugen und mit den Händen möglichst weit Richtung Boden kommen, manche können auch den Boden berühren oder sich um die Fesseln greifen. Um dynamisch zu dehnen, mit dem Oberkörper auf und ab schwingen, dabei die Beine ganz gerade gestreckt lassen, dann merkt man ein ziehen der hinteren Sehnen im Knie.
  • Ausfallschritt mit Rotation: mach mit einem Bein einen großen Schritt nach vorn, so dass das andere Bein fast gestreckt ist, stütze dich mit der Hand in Höhe deines vorderen Fußes am Boden ab, wo das Bein hinten ist und drehe dann den Oberkörper in die Richtung des vordern Fußes und strecke den freien Arm noch oben. Dein Blick folgt den Fingerspitzen.
    Diese Übung dann auch mit dem anderen Bein und Arm wiederholen.
  • Aufrechter Körper und stabilen Stand, Arme parallel zum Boden als Flügel seitlich beugen und den Oberkörper nach links und rechts schwingen, so weit wie es geht.
  • Schulterkreisen in beide Richtungen, langsam und möglichst große Kreise
  • jeweils eine Schulter nach vorn ziehen und nach hinten drücken, hierzu kann auch die andere freie Hand zur Hilfe genommen werden
  • Hinhocken auf den Vorfuß und kräftig gerade nach oben abspringen, dabei beide Unterschenkel und Fuß nach hinten schwingen ggf. bis an den Po, zur Abwechslung kann man die Beine auch nach vorne so hoch wie möglich anwinkeln, als wenn man über einen Sprung springt
  • auf dem Boden oder Matte sitzend mit gestreckten Beinen. Ein Bein über das andere Bein hinweg anwinkeln und mit den Händen zum Oberkörper ranziehen und loslassen, ranziehen und loslassen….
  • Planke, wie Liegestütze : auf den Bauch liegend, gerade Beine, Füße nach innen anwinkeln und den gesamten Körper mit den Armen aufrichten, so dass nur noch der Vorfuß und die Handflächen den Boden / Matte berühren. Dabei mit dem Körper von Kopf bis Fuß eine gerade Linie bilden
  • gerade stehend, ein Bein gestreckt nach vorn in der Luft haltend den Fuß kreisend in beide Richtungen abwechselnd bewegen, dies kann man auch als Teambildung nehmen, und die Teilnehmer stellen sich nebeneinander, oder im Kreis auf und halten sich mit gestreckten Armen links und rechts gegenseitig fest, während sie die Fußübung machen

Aufwärmspiele:

Weide, Wasser, Wind, Eis (alias Feuer, Wasser, Wind/Sturm, Eisoder auch Feuer, Wasser, Blitz) :

Gemeinsam legt man in der Halle oder auf dem Außenplatz fest, welcher Bereich eine Weide darstellt in den sich die Teilnehmer begeben, wenn das Wort vom Trainer gerufen wird.
Bei dem Wort „Wasser“ stellen sich alle auf eine Bank, oder eine Matte oder andere Gegenstände, die sicher stehen/liegen. Wird „Wind“ gerufen, so legen sich alle flach auf den Bauch und bei „Eis“ bleibt jeder sofort stehen und verharrt in dieser Stellung, bis der Trainer „weiter“ sagt. Die Spielteilnehmer laufen sonst durcheinander im Raum, oder auf dem Platz herum und führen immer dann ganz schnell die Aktion aus, die der Spielleiter ruft. Verschärfte Regel : Wer den Bereich als letztes erreicht, oder sich bei „Eis“ als letztes bewegt, der scheidet für eine Runde aus.





Das eigentliche Training im Hobby Horsing kann nun beginnen.
Hierfür kannst du dir einzelne Bereiche vornehmen, wie:

  • Hobby Horse Haltung (oberhalb der Senkrechten)
  • Körperhaltung gerade und aufrecht
  • Zügelhaltung (beidseitig zwischen kleinem Finger und Daumen durch)
  • Schritt (Nickbewegung des Hobby Horses)
  • Trab (Arme und Hobby Horse ruhig)
  • Galopp (Arme und Hobby Horse ruhig)
  • Linke Hand / Rechte Hand
    Stabwechsel / Stabwechsel an bestimmten Wechselpunkten (z.B. mit Pylonen)
  • ruhige anliegende Armhaltung („Chickenwing“ ist nicht erwünscht) Training mit weichen kleinen Bällen zwischen Oberkörper und Ellenbogen
  • Dressur im Dressurviereck
  • Springen
  • ….usw.

Das Regelwerk über die verschiedenen Hobby Horsing Disziplinen kann dir dabei behilflich sein.


Zum Ende des Trainings oder der Prüfung :

Ein langes Halten der oben beschriebenen Dehnungen (von 15-60 Sekunden) das sogenannte „statische Dehnen“ ist sinnvoll, um die Muskeln und Sehnen für die weitere Beweglichkeit runterzufahren „cool down“.

Hier sind die Schritte, die man beim statischen Dehnen nach dem Sport befolgen sollte:

  1. Wähle die zu dehnende Muskelgruppe: Entscheide, welche Muskeln du dehnen möchtest. Dies könnte Beine, Rücken, Schultern oder andere Körperpartien umfassen, die während des Trainings beansprucht wurden.
  2. Finde eine geeignete Position: Suche eine stabile und bequeme Position, in der du die Dehnung durchführen kannst. Dies könnte im Stehen, Sitzen oder Liegen sein, je nach der Muskelgruppe, die du dehnen möchtest.
  3. Langsam in die Dehnung gehen: Beginne langsam, die Muskulatur zu dehnen. Vermeide ruckartige Bewegungen, da dies Verletzungen verursachen könnte.
  4. Halte die Position: Sobald du die Dehnposition erreicht hast, halte sie für 15 bis 60 Sekunden. Du solltest einen leichten Dehnungsreiz verspüren, aber es sollte nicht schmerzhaft sein. Achte darauf, ruhig zu atmen.
  5. Entspanne die Muskeln: Lasse die Dehnung langsam los, ohne ruckartige Bewegungen. Lass die Muskeln sanft zurück in ihre Ausgangsposition gleiten.
  6. Wiederholung: Wiederhole den Dehnungsprozess für jede Muskelgruppe, die du dehnen möchtest.

Es ist wichtig zu beachten, dass statisches Dehnen nach dem Sport dazu dient, die Muskulatur zu entspannen und die Flexibilität zu verbessern



Simon sagt, oder Simon says (engl.) :

Das Ziel von “Simon sagt” ist es, den Anweisungen des Spielers “Simon” zu folgen, nur wenn er sagt: “Simon sagt” vor der Anweisung. Wenn “Simon” jedoch eine Anweisung gibt, ohne “Simon sagt” zu sagen, dürfen die Spieler nicht darauf reagieren.
Vorbereitung: Bestimmt einen Spieler, der als “Simon” beginnt. In den folgenden Runden wechselt dieser Spieler. Es kann auch erst einmal der Übungsleiter / Trainer anfangen.
Spielrunde:

  • Der Spieler, der als “Simon” beginnt, gibt den anderen Spielern Anweisungen, z.B. “Simon sagt: “Haltet alle euer Hobby Horse hoch”. Die anderen Spieler müssen der Anweisung nur folgen, wenn “Simon sagt” vor der Anweisung gesagt wird.
  • Wenn “Simon” eine Anweisung gibt, ohne “Simon sagt” zu sagen (z.B. “Galoppiert durch die Halle!”), dürfen die Spieler nicht darauf reagieren. Wenn ein Spieler dennoch reagiert, scheidet er aus der Runde aus.
  • Der Spieler, der als letzter übrig bleibt und die Anweisungen korrekt befolgt hat, wird der neue “Simon” für die nächste Runde.
  • Das Spiel kann fortgesetzt werden, bis die Spieler keine Lust mehr haben oder eine vorher festgelegte Anzahl von Runden gespielt wurde.
    Varianten und Zusatzregeln:
  • Um das Spiel herausfordernder zu gestalten, kann “Simon” die Anweisungen schneller geben oder komplexere Aktionen verlangen.
  • Ihr könnt auch ein Zeitlimit setzen, innerhalb dessen die Spieler auf die Anweisung reagieren müssen.
  • Es können auch spezielle Regeln eingeführt werden, wie z.B. “Simon sagt, aber ihr macht das Gegenteil”, wodurch die Spieler genau das tun müssen, was nicht gesagt wird.
  • Wenn ein Spieler ausscheidet, könnte er zum “Assistenten” von “Simon” werden und den anderen Spielern als zusätzliche Herausforderung Anweisungen geben.
    Hinweis:
  • “Simon sagt” ist ein unterhaltsames Spiel, das die Aufmerksamkeit und die Reaktionsfähigkeit fördert. Achtet jedoch darauf, dass die Anweisungen immer sicher und altersgerecht sind, um Verletzungen zu vermeiden.

Besitzer-Hobby Horse – Memory

Dieses Spiel kann man am Besten zum Abschluss der Trainingsstunde spielen.
Ein Spieler geht vor die Tür, oder es werden ihm die Augen verbunden, so dass es nicht sehen kann, dass die Anderen ihre Hobby Horses untereinander tauschen. Zur Verwirrung können auch welche ihr Hobby Horse in der Hand behalten. Der Spieler muss nun die Hobby Horses dem richtigen Besitzer zuordnen und wenn er sagt, dass er fertig ist, halten alle richtig zugeordneten Besitzer ihr Hobby Horse hoch. Der Trainer notiert die Anzahl für den Spieler und der nächste Spieler ist dran. Am Ende hat der Spieler gewonnen, der die meisten Hobby Horses richtig zugeordnet hat. So lernen sich die Teilnehmer besser kennen und üben gleichzeitig Aufmerksamkeit und Denkvermögen.


Wer hat Angst vorm schwarzen Hobby Horse (alias: wer hat Angst vorm weißen Hai)

Benötigt wird ein längliches begrenztes (mittels Linien, Flatterband, usw.) Spielfeld. Ein Spieler stellt sich als Fänger an eine kurze Seite des Feldes und alle anderen Spieler auf die gegenüberliegende Seite an die Begrenzung. Nun ruft der Fänger “Wer hat Angst vorm schwarzen Hobby Horse” und die anderen Spieler antworten: “Niemand”. Der Fänger ruft erneut “und wenn es kommt?” – worauf die gegenüber stehenden Spieler antworten: “dann laufen wir!”
Beide Spielerparteien laufen nun zur gegenüberliegenden Seite, wobei der Fänger versucht die anderen Spieler durch antippen zu fangen. Die Spieler dürfen nicht aus dem Spielfeld austreten, sonst gelten sie als gefangen, dies kontrolliert der/die Trainer.
Alle gefangenen Spieler sind nun Fänger und das Spiel beginnt von vorn. Gewonnen hat der Spieler, der als letztes als gefangen gilt und ist in der nächsten Runde dann der neue Fänger.


Fang das Wild Hobby Horse oder Wild- und Dressur Hobby Horses:
Dieses Spiel ist eine Abwandlung vom vorher genannten Spiel:
Wer hat Angst vorm schwarzen Hobby Horse.
Es eignet sich besonders gut in einer Turnhalle, aber mit ein wenig Phantasie kann dies auch im Freien gespielt werden.

4 Bänke werden in der Mitte der Turnhalle als Viereck aufgebaut, es gehen auch 3 Bänke als Dreieck. Zwei freiwillige Spieler gehen in dieses Viereck und sind die eingesperrten Dressur Hobby Horses. Die anderen Mitspieler laufen mit ihrem Hobby Horse als Wildpferde in einem nahen Umfeld (kann mittels von Markierungslinien festgelegt werden) um die Bänke herum. Der Trainer ruft nach einer Zeit: “Die Dressur Hobby Horses sind los!” und die zwei eingesperrten Spieler springen nach außen über die Bänke und versuchen mittels antippen die anderen Spieler zu fangen. Sie dürfen nicht mehr gefangen werden, wenn sie eine Wand der Turnhalle berühren. Die gefangenen Spieler sind nun auch Dressur Hobby Horses und versuchen in der nächsten Spielrunde die anderen Wild Hobby Horses zu fangen. Wer als letztes Wild Hobby Horse gefangen wurde, hat gewonnen.


Fuchsjagd

Hierfür benötigst du: für Jedes Kind ein Tuch (z.B. Jongliertücher/Chiffontücher bunt)

Jeder Mitspieler bekommt ein Tuch, welches er sich hinten, mittels des Hosenbundes, ca. 20cm raushängend festhalten lässt. Dies ist der Fuchsschwanz. Nun spielt der Trainer eine Musik ab, bis dieses Lied zu Ende ist, wo die Spielrunde dann endet. Währenddessen müssen die Hobby Horser von den Anderen die Tücher sammeln und sich jedes gefangene Tuch umgehend hinten am Hosenbund befestigen. Es ist ratsam, die Tücher nebeneinander zu stecken, um nicht bei einem Fang alle Tücher zu verlieren. Wer am Ende des Liedes die meisten Tücher hinten am Hosenbund hat, ist der Gewinner der Spielrunde.


Reifenfänger

Es werden z.B. Hula Hoop Reifen, Sprungkästen, Steppbretter, oder ähnliches benötigt.

Maximal halb so viele Reifen (o.ä.) wie Mitspieler werden im Spielfeld verteilt aufgestellt. Immer nur ein Spieler ist der Fänger. Die anderen Mitspieler galoppieren mit ihrem Hobby Horse innerhalb des Feldes herum und können vom Fänger nur nicht gefangen werden, wenn sie im Reifen (auf einem Kasten o.ä.) stehen. Wenn ein Mitspieler in einen bereits besetzten Reifen möchte, oder auf einen besetzten Kasten o.ä. muss der andere Spieler das Feld räumen und ist wieder gefährdet gefangen zu werden. Wer gefangen wurde, ist der neue Fänger und der Trainer ruft den Namen des Fängers.
Hier sind viele Spielvarianten möglich, oder auch Kombinationen mit anderen Spielen, wie z.B. der Fuchsjagd (siehe oben)