Springparcours & Skizzen

zurück zum Lexikon
Hobby-Horsing-Springen

Springparcours & Skizzen im Hobby Horsing

Ein klar strukturierter Springparcours ist die Grundlage jeder Springprüfung im Hobby Horsing. Dazu gehört eine gut erkennbare Parcoursskizze, die Hindernisse, Linien und Richtungswechsel übersichtlich darstellt. Hier erfährst du, wie ein Parcours geplant, gezeichnet und nach Schwierigkeitsgrad eingeordnet werden kann.

Wichtig: Ein guter Parcours verbindet klare Linien, sichere Abstände und eine sinnvolle Reihenfolge der Hindernisse. Schwierigkeit entsteht nicht nur durch Höhe, sondern auch durch Kombinationen und Linienführung.

Die Parcoursskizze

Die Parcoursskizze zeigt den Teilnehmern den genauen Aufbau des Parcours. Sie wird vor Beginn der Prüfung veröffentlicht – entweder bereits in der Ausschreibung oder am Veranstaltungstag gut sichtbar.

  • Bei Meisterschaften kann der Parcours erst am Veranstaltungstag bekanntgegeben werden.
  • Alle Hindernisse werden nummeriert, beginnend bei Nummer 1.
  • Kombinationen werden mit Buchstaben ergänzt, zum Beispiel 7a, 7b oder 7c.
  • Die Skizze sollte Start- und Ziellinie, Richtungsangaben und wichtige Orientierungspunkte enthalten.
  • Hindernisse sollten so eingezeichnet werden, dass die jeweilige Hindernisart möglichst eindeutig erkennbar ist.
  • Dekorationen können optional ergänzt werden, sollten die Übersichtlichkeit der Skizze aber nicht beeinträchtigen.
Merke: Eine gute Parcoursskizze muss nicht aufwendig sein. Entscheidend ist, dass Reihenfolge, Laufrichtung und Hindernisse eindeutig erkennbar sind.

Klasseneinteilung & Parcoursvorgaben

Springprüfungen im Hobby Horsing können in verschiedene Leistungsklassen unterteilt werden. Sie unterscheiden sich unter anderem in Hindernishöhe, Sprunganzahl, Hindernistiefe und Wassergrabenweite.

Klasse Hindernishöhe Sprunganzahl Oxer-Tiefe Wassergrabenweite
Junior-Spring-WB 10–25 cm 4–6
Springen leicht 30–45 cm 5–8 15–20 cm 40–80 cm
Springen mittel 50–65 cm 7–10 25–50 cm 80–120 cm
Springen schwer ab 70 cm ab 9 ab 35 cm ab 130 cm
Orientierung: Die Tiefe eines Oxers sollte in einem sinnvollen Verhältnis zur Hindernishöhe stehen und zur jeweiligen Prüfungsklasse passen.

Hindernisse im Springparcours

Im Hobby Horsing können verschiedene Hindernisarten in einem Parcours eingesetzt werden. Je höher die Prüfungsklasse, desto anspruchsvoller können Kombinationen und Hindernisarten werden.

Hindernisart Junior-WB Leicht Mittel Schwer
Kreuz Ja
Steilsprung Ja Ja Ja Ja
Mauer Ja Ja Ja Ja
Oxer Ja Ja Ja
Trippelbarre Ja Ja Ja
Wassergraben / Graben Ja Ja Ja
2-fache Kombination Optional Ja Ja Ja
3-fache Kombination Optional Ja Ja

Optional bedeutet, dass diese Kombination je nach Parcours und Ausschreibung eingesetzt werden kann.

Für abwechslungsreiche Parcours: Unterschiedliche Hindernisarten, klare Linien und mindestens ein sinnvoller Richtungswechsel sorgen für einen ausgewogenen Aufbau.

Übungsspiel: Parcours-Designer

  1. Platz einzeichnen Zeichne einen Springplatz, zum Beispiel im Verhältnis 10 × 20 Meter, auf ein Blatt Papier.
  2. Hindernisse setzen Zeichne fünf bis acht Hindernisse ein und nummeriere sie in der geplanten Reihenfolge.
  3. Laufrichtung markieren Ergänze Start, Ziel und Pfeile für die geplante Bewegungsrichtung.
  4. Parcours prüfen Kontrolliert gemeinsam, ob Abstände, Linien und Richtungswechsel sinnvoll und sicher wirken.
Tipp: In Gruppen oder Vereinen könnt ihr mehrere Entwürfe vergleichen und gemeinsam entscheiden, welcher Parcours am klarsten und sichersten aufgebaut ist.

FAQ: Häufige Fragen zu Springparcours & Skizzen

Wie viele Hindernisse hat ein Hobby Horsing Parcours?
Je nach Prüfungsklasse können etwa vier bis zehn Sprünge eingesetzt werden. In anspruchsvolleren Klassen können es auch mehr sein.
Was ist eine Kombination?
Eine Kombination besteht aus mehreren Hindernissen direkt hintereinander, zum Beispiel 7a, 7b und 7c. Die Abstände dazwischen sind entsprechend kürzer.
Muss der Parcours rechteckig sein?
Nein. Entscheidend sind eine klare Abgrenzung, ausreichend Platz und sinnvoll angeordnete Hindernisse.
Was bedeutet Handwechsel im Parcours?
Ein Handwechsel ist ein Richtungswechsel im Parcours. Dadurch werden beide Bewegungsrichtungen genutzt und der Parcours abwechslungsreicher gestaltet.
Wie wird der Parcours bewertet?
Das hängt von der jeweiligen Prüfung ab. Beim Stilspringen stehen Ausführung und Rhythmus stärker im Vordergrund, beim Zeitspringen spielen Zeit und Fehler eine größere Rolle.
zurück zum Lexikon